
1937 verließ sie ihren Mann und ging zunächst nach Paris, dann nach London. Dort wurde sie von MGM-Boß Louis B. Mayer entdeckt, der sie nach Hollywood holte und ihr einen neuen Namen gab: Als Hedy Lamarr avancierte sie in den späten 30er und frühen 40er Jahren zu einer erfolgreichen Schauspielerin und zu einem Sexsymbol. Bereits mit ihrem ersten Film "Algiers" gelang es ihr, die Vorherrschaft der Wasserstoffblondinen à la Jean Harlow zu durchbrechen und einen neuen Frauentypus im amerikanischen Film zu etablieren: den der eleganten und enigmatischen Dunkelhaarigen.
Bis zum Ende der 50er Jahre spielte sie in über 25 Filmen und an der Seite von Hollywood-Stars wie Clark Gable, James Stewart, Spencer Tracy und Judy Garland. In der Auswahl ihrer Rollen bewies Hedy Lamarr allerdings keine glückliche Hand. Sie lehnte die Hauptrollen in "Casablanca" und "Gaslight" ab und wählte zumeist Filme ohne bleibenden cineastischen Wert. Als problematisch erwies sich auch ihre Festlegung auf die Rolle der marmornen Schönheit. Nur selten gelang es ihr, diesem Klischee zu entkommen, in der romantischen Komödie "Komm bleib bei mir" etwa, in der sie an der Seite von James Stewart eine vor den Nazis geflohene österreichische Emigrantin spielt.
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