 Als leidenschaftliche Gegnerin der Nationalsozialisten wollte Hedy Lamarr nach Ausbruch des Zweiten Weltkrieges die Alliierten nicht nur propagandistisch unterstützen. Als Ehefrau des Waffenproduzenten Fritz Mandl hatte sie unmittelbaren Einblick in die Planungen zur Produktion von ferngesteuerten Torpedos gehabt, die nicht zur Ausführung gekommen waren, weil sich die Steuerung über Funk als zu anfällig für Störungen erwiesen hatte. Sie hatte nun die Idee, das Steuerungssignal dieser Torpedos über mehrere Frequenzen zu verteilen und so vor Störungen durch den Feind zu sichern.
Seit der Mitte der 30er Jahre gab es in der Militärtechnik Überlegungen, Torpedos über Funk fernzusteuern. Zu diesem Zeitpunkt besaßen Torpedos nur eine geringe Zielgenauigkeit. Einmal abgefeuert, konnte ihre Schußbahn nicht mehr beeinflußt werden und die Torpedos wurden von der Meeresströmung häufig vom Kurs abgebracht oder verfehlten durch Ausweichmanöver der anvisierten Schiffe das Ziel. Für einen Treffer waren zumeist mehrere Torpedos nötig. Technisch ließ sich eine Fernsteuerung der Torpedos über Funk zwar bewerkstelligen, doch das Steuerungssignal der Torpedos konnte leicht entdeckt werden und hatte sich in der Praxis als zu anfällig für feindliche Störversuche erwiesen.
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